Prof. Dr. Cornelia Betsch ausgezeichnet

Der Deutsche Psychologie Preis 2021 wurde in Hildesheim übergeben

Prof. Dr. Claudia Dalbert, Direktorin des Leibniz- Instituts für Psychologie (ZPID) überreicht im Namen der vier Trägerorganisationen Prof Dr. Cornelia Betsch den Deutschen Psychologie Preis 2021. Dr. Meltem Avci Werning, Präsidentin des Berufsverbands deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) und Prof. Dr. Markus Bühner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs) gratulieren (v.l.n.r.). An der Preisverleihung im Rahmen des 52. DGPs-Kongresses in Hildesheim verhindert war Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Foto: Rolf Schulten

Über die Vergabe des Deutschen Psychologiepreises 2021 an Prof. Dr. Cornelia Betsch (2.v.l.) freuen sich die Vertreter der ausführenden Trägerorganisiationen (v.l.n.r.): Dr. Meltem Avci Werning, Präsidentin des Berufsverbands deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), Prof. Dr. Markus Bühner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs) und Prof. Dr. Claudia Dalbert, Direktorin des Leibniz- Instituts für Psychologie (ZPID). An der Preisverleihung im Rahmen des 52. DGPs-Kongresses in Hildesheim verhindert war Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Foto: Rolf Schulten

Cornelia Betsch forscht zu Corona, sie publiziert zu Corona und sie ist seit Beginn der Pandemie eine wichtige Stimme zu Corona in den Medien. Für dieses Engagement wurde sie bereits im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Psychologie Preis 2021 ausgezeichnet. Am 13. September 2022 wurde Cornelia Betsch die Auszeichnung nun in einem Festakt an der Universität Hildesheim endlich übergeben. Die Preisverleihung fand eingebettet in den 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) statt.

„Die Auszeichnung bedeutet für mich eine große Anerkennung der unermüdlichen Arbeit meines ganzen Teams“, freut sich Prof. Dr. Cornelia Betsch bei der Preisverleihung. „Außerdem freue ich mich, dass die Psychologie sich traut, im Konzert mit anderen Wissenschaften Verantwortung für die Herausforderungen unseres modernen Lebens anzunehmen. Der Mensch steht im Mittelpunkt so vieler Krisen – das Verständnis unseres Verhaltens ist der wichtigste Anfang, um Verhalten zu verändern und durch politische Rahmenbedingungen eine nachhaltige und gesunde Zukunft zu ermöglichen.“ Ruth Bader Ginsburg hat einmal gesagt ‘women belong in all places where decisions are being made’. Betsch findet, so sei das auch mit der Psychologie. Sie gehöre überall dahin, wo die großen Themen dieser Welt besprochen werden. „Fragen wir uns also immer, was wir beitragen können! Wo kann die psychologische Brille helfen? Als nächstes nehmen wir die Klimakrise in den Blick – es wird darum gehen zu verstehen, wann welche Maßnahmen akzeptiert werden, wie der Mensch bei einer weitreichenden Systemveränderung mitgenommen werden kann.“

Prof. Dr. Claudia Dalbert, Direktorin des Leibniz-Instituts für Psychologie (ZPID), das die Vergabe des Deutschen Psychologie Preises 2021 im Namen der ausrichtenden Institutionen organisierte, übergab den Preis. “Die Themen Impfen und Pandemie werden uns auch in den nächsten Jahren begleiten. Dabei ist eine überzeugende, wissenschaftlich fundierte Gesundheitskommunikation das A und O. Wir sind froh, Cornelia Betsch und ihr Team bei der Fortführung und Erweiterung der COSMO-Studie mit unseren Infrastrukturangeboten begleiten zu können.“

Aufgrund der Pandemie konnte die feierliche Preisverleihung nicht wie geplant im vergangenen November stattfinden. Und auch der Anfang April anvisierte Termin musste pandemiebedingt ausfallen. Stattdessen konnten die für die Preisverleihung vorgesehenen wissenschaftlichen Vorträge rund um das Thema “Über Krisenkommunikation und den „menschlichen Faktor“ in der der Runde der Festgäste online gehalten werden. Die Beiträge sind zu finden auf der Website des Deutschen Psychologie Preises unter deutscher-psychologie-preis.de

 

Die Preisträgerin

Cornelia Betsch ist Professorin an der Universität Erfurt. Sie erhält den Deutschen Psychologie Preis für ihre herausragenden Leistungen in der psychologischen Forschung. Sie forscht unter anderem zu Gesundheitskommunikation und sozialen Aspekten bei Gesundheitsentscheidungen, insbesondere im Kontext des Impfens und der Impfgegnerschaft. Dabei arbeitet sie mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Robert Koch-Institut und der Weltgesundheitsorganisation zusammen. Im November 2021 wurde sie in den Corona-Expertenrat der Bundesregierung berufen. Seit Beginn der Corona-Pandemie fragt Cornelia Betsch regelmäßig die Bevölkerung über deren Wissen zum Virus, deren Risikowahrnehmung, Schutzverhalten und Vertrauen in politische Entscheidungen. Die Ergebnisse des sogenannten „COVID-19 Snapshot Monitoring“ – kurz COSMO – sorgen bis heute für breites öffentliches Interesse. Die Studie wird aktuell weitergeführt und um den Themenbereich Klimaschutz erweitert (pace-studie.de).

 

Der Deutsche Psychologie Preis

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und das Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID) würdigen mit den Deutschen Psychologie Preis herausragende Leistungen in der psychologischen Forschung, die sich durch hohe gesellschaftliche und praktische Bedeutung auszeichnen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. 

www.bdp-verband.de
www.bptk.de
www.dgps.de
www.leibniz-psychology.org

https://deutscher-psychologie-preis.de

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